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| aus Steinzeitkinder, Seite 17 |
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Vater
hat Andi beim Schnitzen eines Bogens geholfen. Doch zuallererst suchten sie ein
möglichst astfreies Stämmchen aus Eibenholz. Eibenholz ist besonders elastisch
und trägt die Pfeile schnell und weit.
Die Pfeile schnitzt Vater am liebsten aus Schneeballruten. Die Pfeilspitze aus
Feuerstein hat Andi mit Hilfe einer Geweih- sprosse hergestellt und mit
Birkenrindenpech in den einge- kerbten Pfeilschaft geklebt. Die Pfeilfedern
stammen vom Habicht.
Andi freut sich schon darauf, dass er heute mit seinem Bogen zum ersten Mal auf
Jagd gehen kann. Vielleicht läuft ihm ein Hase oder auch ein Reh vor den Pfeil.
Andi pirscht sich langsam und vorsichtig an eine kleine Wald- lichtung. Doch da!
Ein Hase sitzt dort und frisst. Ruhig und ohne Hast spannt Andi den Bogen. Der
Pfeil zischt von der Sehne. - Leider daneben!

Bogenfunde
sind äußerst selten. Die ältesten Bögen (datiert auf etwa 6.500 v. Chr.)
stammen aus einer süddänischen mittelstein- zeitlichen Siedlung und wurden aus
Ulmenholz geschnitzt.
In
Pfahlbausiedlungen am Bodensee (Bodman und Niederwil/Schweiz) konnten komplett
erhaltene Bögen aus Eibe geborgen werden. Auch „Ötzi“, der Gletschermann,
führte einen Bogenstab aus Eibenholz und Pfeile in einem Köcher aus Fell mit
sich.
Aus Siedlungen im Donautal kennen wir zahlreiche Funde von Pfeilspitzen aus
Silex.

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